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Bodenbeschichtungen mit besonderen Anforderungen - Das KÖSTER OS-8 System als Parkhausbeschichtung

Die KÖSTER BAUCHEMIE AG hat in den letzten Jahren das Produktportfolio im Produktbereich Bodenverlaufsmassen und Beschichtungen stark ausgebaut. Auch in Zukunft werden sukzessive neue Systeme hinzugefügt, die das vorhandene Portfolio sinnvoll ergänzen.

KÖSTER Parkhausbeschichtung
Für den Oberflächenschutz von befahrbarer Infrastruktur ist in Europa maßgeblich die EN 1504-2 relevant, welche die physikalischen Eigenschaften der Beschichtungssysteme definiert. Zusätzlich wurden in der Vergangenheit nationale Normen wie z.B. die DAfStB („Ri-Li-SIB“) für die Ausführungsdetails zu Grunde gelegt, welche für den Schutz von Stahlbetonteilen im befahrbaren Bereich z.B. die Mindestschichtdicken von 2,5 mm gefordert haben. Zwar sind diese nationalen Regelwerke im Zuge des EuGH-Urteils von 2014 (Rechtssache C 100/13) mit Stichtag 15. Oktober 2016 mittlerweile obsolet, aber dennoch stellen diese Ausführungsdetails nach wie vor einen wichtigen Baustein in der Planung von Verkehrsbauten oder anderen Industriebereichen dar. So fordert z.B. in Deutschland die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft über die DGUV-Regel 108-003, dass Oberflächenschutz in öffentlichen Bauten (z.B. Parkbereiche) eine bestimmte Rutschfestigkeit nach DIN 51130 erfüllt. Die dort gelisteten R-Klassen müssen über definierte Aufbauten für die verschiedenen Situationen nachgewiesen werden, so dass trotz europäischer Harmonisierung die Abprüfung von Systemen gemäß der alten OS-8-Richtlinien teilweise verbleibt.

Das KÖSTER OS-8 System ist ein weiterer wichtiger Baustein in dieser Hinsicht. Die Beschichtung nach EN 1504-2, die explizit für begeh- und befahrbare Bereiche entwickelt wurde, wird somit immer dort eingesetzt, wo die folgenden Anforderungen eine wichtige Rolle spielen:

  • Hoher mechanischer Schutz
  • Rutschhemmung
  • Hohe Abriebfestigkeit
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Frost-Tau Beständigkeit

Typische Bereiche dafür sind zum Beispiel:

  1. Öffentliche Bauten (z. B. Parkhäuser)
  2. Gewerbebauten (z. B. Werkstätten)
  3. Produktionsbereiche (z. B. Produktionshallen in der Industrie)

Parkhäuser stellen in dieser Reihe typischerweise die anspruchsvollsten Flächen dar. Bauteile wie
z. B. Zwischengeschossdecken, Bodenplatten, Rampen und Spindeln sollen nicht nur dekorativ ausgeführt werden, sondern haben hohe Ansprüche an die Widerstandsfähigkeit der Beschichtung, aufgrund von Belastungen durch

  • Abrieb (Fahrzeuggewicht)
  • Temperatur (Reifen vs. Umgebungstemperatur
  • Eintrag von Streusalzen, Wasser
  • Beständigkeit gegen Öle, Alkohole, Reinigungsmittel

KÖSTER Parkhausbeschichtung

Dabei ist zu beachten, dass OS-8 Systeme immer starre Systeme sind, die von ausführenden Unternehmen oftmals zusammen mit Dienstleistungen hinsichtlich der regelmäßigen Prüfung und Instandhaltung angeboten werden. Das KÖSTER OS-8 System besteht aus drei Systembestandteilen:

  • KÖSTER CT 121, Grundierung mit niedriger Viskosität
  • KÖSTER CT 221, Deckversiegelung mit sehr guten Verlaufseigenschaften auch bei niedrigen Temperaturen
  • KÖSTER MA 20 und KÖSTER MA 30 Quarzsand

Die Verarbeitung folgt dabei in einem vorgegebenen Rahmen und sollte eine Gesamtschichtdicke von 2,5 mm erreichen:

  1. Untergrundvorbereitung (Kugelstrahlen, Haftzugwerte)
  2. KÖSTER CT 121 1:1 gefüllt mit KÖSTER MA 30 Quarzsand – Verarbeitung per Zahnkelle
  3. Direkt anschließend Nachrollen, anschließend Abstreuen mit KÖSTER MA 20 Quarzsand im Überschuss.
  4. Absaugen des überschüssigen Quarzsandes
  5. Versiegelung mit KÖSTER CT 221

OS 8 Systemaufbau

Das KÖSTER OS-8 System im Aufbau

OS 8 Querschnitt
Ein Querschnitt durch Untergrund und Beschichtung

Nach 24 Stunden kann eine leichte Belastung erfolgen, ein Parkdeck kann zum Beispiel nach 24 Stunden wieder geöffnet werden. Stärkere Belastung, wie zum Beispiel Staplerverkehr kann nach 7 Tagen erfolgen, wenn die die volle mechanische Belastbarkeit vorliegt.

In Industriebereichen kann gemäß der Estrichnorm EN 13813 abweichend auch eine verminderte Schichtdicke von 1,5 mm aufgebaut werden, insofern die dortige mechanische Belastung den vollen „OS-8-Schutz“ nicht erfordet.

 

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